

olzrahmenbau / Brettsperrholz-elemente, Fischbauchträger im Hallentragwerk, Holzschindelfassade bei der Halle / weiß verputzter Verwaltungsriegel holzbauatlas.de+1
Ein kompaktes, nachhaltiges Gewerbegebäude mit hoher Holzbauqualität und urbaner Effizienz
Der Neubau am Columbiadamm in Berlin-Tempelhof verbindet eine großvolumige Werkhalle mit einem zweigeschossigen Verwaltungs- und Produktionstrakt zu einem modernen Holz-/Holz-Hybridbau. Die L-förmige Gebäudestruktur fasst einen geschützten Hof für Anlieferung, Eingang und Erschließung; ein Fischbauchträger-Hallentragwerk mit rund 20 m Spannweite und große Oberlichter sorgen für Natürlichkeit und Effizienz – bei gleichzeitiger Umsetzung eines konsequent nachhaltigen und ganzheitlichen Gebäudekonzepts.
Das Projekt wurde mit dem BDA‑Preis Berlin 2012 sowie weiteren anerkannten Auszeichnungen ausgezeichnet. bda-preis-berlin.de+2zrs.berlin+2
Projektdaten
Projekt: Neubau Betriebsgebäude Artis
Ort: Columbiadamm 23, 10965 Berlin-Tempelhof
Bauherr: Artis GmbH – artis möbel objekte raumkonzepte GmbH
Objektplanung: Ziegert | Roswag | Seiler Architekten Ingenieure
Nutzungen: Werkhalle / Produktion, CNC-Zentrum, Verwaltung, Lager, Nebenräume
Gebäudestruktur: L-förmiger Hallen- und Verwaltungsbau; Halle einschossig, Verwaltung zweigeschossig
BGF: ca. 1.978 m² (laut Holzbau-Atlas) holzbauatlas.de+1
Konstruktion: Holzrahmenbau / Brettsperrholz-elemente, Fischbauchträger im Hallentragwerk, Holzschindelfassade bei der Halle / weiß verputzter Verwaltungsriegel holzbauatlas.de+1
Besonderheiten: Holzingenieurbau in Niedrigenergiebauweise, große Halle mit lichtdurchfluteter Produktionsumgebung, kombinierte Nutzung (Produktion + Verwaltung), energieeffizientes Gebäudekonzept
Leistungen: Architektur & Brandschutzplanung, TGA-Planung, Tragwerksplanung
Bildrechte: Fotograf: Daniela Friebel (für ZRS)
Der Gewerbebau überzeugt durch eine konsequente Verbindung von Funktionalität, Holzbauweise und städtischer Integration. Die eingeschossige Werkhalle mit 20 m Spannweite bietet großzügige Produktionsflächen, während der administrative und planerische Teil klar davon getrennt und über zwei Geschosse organisiert ist. Die L-Form des Gebäudes erzeugt einen geschützten Innenhof, der als Logistik- und Erschließungsbereich dient — ideal für Anlieferung und Mitarbeiterzugang. Die klare Trennung der Nutzungen unterstützt effiziente Abläufe und schafft zugleich ein ruhiges, kontrolliertes Umfeld für Büro- und Planungsbereiche.
Die Ausgangslage war geprägt durch den Wunsch der Artis GmbH, Produktion und Verwaltung urban, energieeffizient und raumoptimiert zu realisieren — mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck. Die Herausforderung bestand darin, eine Holzbauweise mit industriellen Anforderungen und moderner Fertigung zu verbinden und dabei Komfort, Lichtqualität und minimalen Energiebedarf sicherzustellen.
Die bauliche Struktur unterstützt die ambitionierten Ziele durch ein vorgefertigtes Holzrahmen- und Brettsperrholzsystem, kombiniert mit einem materialoptimierten Tragwerk aus Fischbauchträgern. Fassaden und Dächer wurden mit diffusionsoffenen Holzrahmenelementen, eingeblasener Zellulosedämmung und hochwärmedämmenden Decken realisiert, wodurch der energetische Standard laut EnEV 2009 um etwa 86 % unterschritten wurde — das Gebäude ist de facto ein Plusenergiegebäude im Grundbetrieb. holzbauatlas.de+1
Brandschutz im Gewerbebau & schutzzielorientierte Lösungen
Der Brandschutz bildet das technische Rückgrat des Gebäudes und gewährleistet Sicherheit für Produktion, Verwaltung und Logistik.
Brandabschnitte separieren Werkhalle, Verwaltung und Nebenräume, wobei tragende Bauteile mit Feuerwiderständen bis F90 ausgeführt sind. Übergänge zwischen Halle und Bürobereich sind durch selbstschließende Türen der Klassen T30 bis T90 gesichert. Nutzungseinheiten und Kompartments wurden entsprechend der Funktionalität zoniert.
Die Rettungswege führen über ein zentrales Treppenhaus, eine Außentreppe an der Südfassade sowie einen nördlichen Ausgang mit direkter Verbindung zum Hof. Die Brandmeldeanlage überwacht sämtliche Produktionsbereiche, inklusive CNC-Zentrum, Lackiererei und Nebenräume — für eine frühzeitige Detektion und Alarmierung.
Fassaden- und Dachkonstruktionen berücksichtigen Anforderungen an Feuerwiderstand, gerade hinsichtlich angrenzender Bebauung. Bewegungsflächen und Feuerwehrzufahrten sind im Lageplan verlässlich ausgewiesen; die Nähe zur Tiefgarage und umliegenden Gebäuden wurde bei der Planung der Anleiter- und Zugangswege mitbedacht.
Auszeichnungen, Veröffentlichungen & Medienberichte
BDA-Preis Berlin 2012 bda-preis-berlin.de+2holzbauatlas.de+2
PROM des Jahres 2012 hdh-ingenieure.de+1
Deutscher Solarpreis 2012 (Plakette) Baunetz Architekt*innen+1
Green Buddy Award 2012 (Kategorie „Ökologisches Bauen / Energetische Gebäudesanierung“) Baunetz Architekt*innen+1
Architekturpreis Berlin 2013 – Auszeichnung Baunetz Architekt*innen+1
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